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09-02-10 11:07
Eine depressive Wirtschaft und Rekordernten haben die Preise für Mais um 20% zurückgehen lassen, aber manche Analysten sehen das als ein vorübergehendes Problem an. Jetzt, wo die Wirtschaft wieder stabil und die Nachfrage nach Ethanol am Steigen ist, könnte sich die Entwicklung bald ändern. Analysten der Commerzbank schreiben in einer Studie dazu, dass „fast ein Drittel des amerikanischen Mais für die Produktion von Ethanol benutzt würde, mit steigender Tendenz. Das dürfte die Preise nach oben treiben.“ Die Menge an Treibstoffen aus erneuerbaren Ressourcen, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, beträgt 2010 bereits 49,02 Milliarden Liter. Auch wenn nicht alles davon durch Ethanol gedeckt werden wird, so wird die Nachfrage nach Ethanol entsprechend dieser Vorgaben bis 2022 weiter ansteigen,“ so Brian Milne von Telvent DTN. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Menge an Mais für die Produktion von Ethanol bereits verfünffacht und es ist noch gar nicht lange her, da war die Nachfrage nach Ethanol so groß, dass sie den Preis für Mais in untragbare Höhen trieb. Die Nachfrage nach Ethanol – und damit Mais als Rohstoff – hängt ursächlich mit dem Preis des Erdöls zusammen. In Anbetracht der Rekordernten und der aktuellen Preisentwicklung ist Ethanol damit die große Hoffnung für den Mais. Im Jahr 2010 hat Mais jedenfalls bisher von allen Rohstoffen die schwächsten Erträge gezeigt, mit einem Minus von 10,3%, so die Deutsche Bank – von einem Hoch von USD 4,50 das Bushel im Juni 2009 auf aktuell USD 3,60 am CBOT.

