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15-03-10 11:55
Wie erwartet hat sich der feste Trend der Vorwoche in diese Woche übertragen. Wiederum war es schwierig realistische Offerten für kurz- bis mittelfristige Termine zu erhalten. Das Niveau der Offerten stieg gleich zu Beginn der Woche so sprunghaft, dass man nur den Kopf schütteln konnte. Dies resultierte aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Zum einen wurde durch hochpreisige Inlandsverkäufe des Branchenprimus das Niveau angehoben, zum anderen gab es wieder (inszenierte) Frostmeldungen für die Schwarzmeerregion. Richtig ist, dass für nächste Woche eine Kaltfront erwartet wird, welche auch Schneeregen bringen kann, jedoch stellt dies im Gegensatz zu harten Nachtfrösten keine Gefahr für die Entwicklung der Haselnusskerne dar.
Aus dem Markt hören wir derzeit ernst zu nehmende Gerüchte, wobei ein Entscheid der TMO über etwaige Aktivitäten innerhalb der nächsten 10 Tage anstehen soll. Möglicherweise hat dies einige Produzenten davon abgehalten realistische Offerten zu nennen und stattdessen abzuwarten. Verglichen mit den aktuellen Indikationen für Rohware sind viele der derzeitigen Offerten unserer Meinung nach überteuert.
Zu allem Überfluss kam diese Woche noch eine große Nachfragewelle auf, welche die Preisutopien weiter antrieb. So müssen einige Industrien nun Offerten an den Handel abgeben und stecken jetzt in der Überlegung, ob sie die benötigten Mengen gegendecken sollen, oder auf sinkende Preise warten. Wir gehen daher davon aus, dass die kommende Woche eine sehr belebte Woche sein wird, erwarten aber eine Korrektur des Preisniveaus.
Wie bereits angekündigt, mehren sich die Anzeichen, dass Giresunderware zum Ende der Saison hin Mangelware sein wird und sich der Preis für blanchierte Kerne (Resthautanteil < 10%) vom übrigen Preisniveau abkoppeln wird.

